Umzug im Alter – Tipps für den Seniorenumzug

Umzug im Alter – Tipps für den Seniorenumzug

Umzug im Alter

Foto: pixabay.com

4,8 Millionen Haushalte wechseln jährlich ihren Wohnraum. Und nicht nur junge Menschen wagen diesen entscheidenden Schritt. Auch ältere Menschen ziehen aus verschiedensten Gründen um. Einige entscheiden sich für einen Wohnungswechsel, weil sie den Lebensabend in der Nähe ihrer Nachkommen verbringen wollen, andere wiederum fühlen sich in ihrer alten Wohnung einfach nicht mehr wohl oder sehnen sich auch im hohen Alter nach einem Neuanfang. Oftmals spielen aber auch gesundheitliche oder finanzielle Gründe eine Rolle. Doch egal ob unfreiwillig oder freiwillig, ein Umzug bedeutet viel Stress und Arbeit.

Jeder, der einmal umgezogen ist, kennt die vielfältigen Schwierigkeiten und Herausforderungen, die ein Umzug mit sich bringt. Kisten müssen gepackt werden, Adressänderungen bei zahlreichen Einrichtungen angemeldet werden sowie Ummeldungen und Anmeldungen bei verschiedenen Anbietern vollzogen werden. Nicht weniger schwer und belastend ist auch die emotionale Belastung eines Umzugs. Besonders wenn man viele Jahre oder sogar jahrzehntelang in einer Wohnung gelebt hat, fällt den meisten die Trennung von den bisherigen vier Wänden sehr schwer. Mit dem Umzug ändert sich plötzlich alles. Das vertraute und liebgewonnene Zuhause wird zurückgelassen und ausgetauscht durch eine neue Wohnung, eine neue Umgebung und neue Nachbarn. Was für junge Menschen meist ein Abenteuer ist, löst in älteren Menschen oft Wehmut und Sorgen aus. Besonders der Umzugsstress bereitet vielen Älteren Bauschmerzen. Damit der Umzug so einfach und reibungslos wie möglich klappt, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt:

Wichtige Vorüberlegungen

Damit man sich bis ins hohe Alter in seiner neuen Wohnung wohlfühlt, sollte man sich zuvor überlegen, welche Anforderungen man an seine Wohnung, aber auch an die Umgebung stellt. Möchte man viel Ruhe oder ist einem eine kulturelle und soziale Anbindung wichtig. In welcher Etage soll die Wohnung liegen? Ist die Lage der Wohnung auch noch im sehr hohen Alter praktisch? Selbst wenn man jetzt noch fit ist, sollte man bedenken, dass es in fünf oder zehn Jahren schon beschwerlich sein kann, Einkäufe bis in den zweiten Stock zur Wohnung zu tragen. Folgende Fragen sollte man sich vor einem Umzug stellen:

  • Wie ist die Infrastruktur? Liegt ein Supermarkt in der Nähe? Sind Ärzte gut zu erreichen?
  • Welche Wohnart benötigt man? Seniorengerechtes Wohnen, Senioren-WG, Leben in einer Seniorenresidenz oder doch betreutes Wohnen zuhause oder in einer Wohnanlage?
  • Ist die Wohnung barrierefrei?
  • Möchte man in der Nähe seiner Familie leben?

Die Vorbereitung des Umzugs

Es ist so weit. Man hat eine schöne Wohnung für sich gefunden. Nun geht es an die Vorbereitung des Umzugs. Auf jeden Fall sollte man daran denken, alle wichtigen Behörden zu informieren, bei der Deutschen Post einen Nachsendeantrag zu stellen, Strom- und Kabelanbieter umzumelden und auch der Rentenversicherung die neue Adresse mitzuteilen. Ein wichtiger Teil der Umzugsvorbereitung ist das Aufräumen und Ausrangieren. Vor allem wenn man in eine kleinere Wohnung zieht, ist die Mitnahme des kompletten Inventars in der Regel nicht möglich. Doch der Abschied von Kleidern, Büchern, Geschirrteilen, Dekorationsstücken oder sogar Möbeln fällt vielen schwer. Man sollte deswegen genügend Zeit für das Entrümpeln einplanen, damit man jedes Zimmer in Ruhe durchsehen kann und ohne Zeitdruck alles aussortieren kann. Wenn man nicht will, dass dieser Teil des Lebens einfach auf dem Sperrmüll landet, kann man die ausrangierten Gegenstände natürlich auch an soziale Einrichtungen spenden. Einige Gegenstände wie wertvolles Geschirr oder schöne Dekorationsstücke werden bestimmt auch gerne von der Verwandtschaft genommen.

Spedition beauftragen

Im Alter ist man oft gesundheitlich eingeschränkt. Umzüge können deswegen schnell zur körperlichen Belastung werden. Die wenigsten Senioren können selbst schwere Möbel schleppen oder bringen die Energie auf, einen ganzen Umzugstag organisatorisch zu meistern. Wenn man sich die aufwendige Suche nach Helfern und viel Umzugsstress ersparen will, sollte man am besten eine Spedition beauftragen. Gerade aufgrund der hohen körperlichen Anforderungen ist es empfehlenswert, Seniorenumzüge durch erfahrene Hände begleiten zu lassen. Einige Umzugsunternehmen sind sogar direkt auf den Umzug für Senioren spezialisiert, sie kennen sowohl die emotionalen als auch die körperlichen Schwierigkeiten und gehen professionell darauf ein. Die Spediteure helfen bei der Planung und Durchführung des Umzugs, sie kümmern sich um das Ausmessen der neuen Wohnung und den fachgerechten Transport der Möbel. Der Umziehende kann sich entspannt zurücklehnen und die Arbeit den Profis überlassen. Selbst das Einpacken der Gegenstände und Möbel wird einem bei den Umzugsfirmen abgenommen.

Umzug im Alter – keine unlösbare Aufgabe!

In den meisten Fällen stehen hinter einem Umzug Erwägungen, die das Leben angenehmer machen sollen. Wer umziehen will, sollte sich deswegen nicht von seinem Alter aufhalten lassen. Natürlich ist ein Wohnungswechsel eine organisatorische und emotionale Herausforderung – je älter, desto mehr. Doch mit der richtigen Hilfe lässt sich der Umzug in jedem Alter meistern. Und sobald der Umzug geschafft ist, kann man sich auf ein neues Leben und die Vorteile der neuen Wohnung freuen – sei es, dass man näher bei seiner Familie wohnt oder dass die Wohnung aus gesundheitlichen Aspekten mehr Komfort und Sicherheit bietet.

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