Einen Antrag auf Wohngeld stellen

Wohngeld – Hilfe zum Leben

Eine eigene Wohnung zu unterhalten, kostet Geld. Mitunter zu viel Geld. Bei einem geringen Einkommen kann die finanzielle Belastung für die Mietkosten schnell zu einem Problem werden. Hilfe kann hier der Bund leisten – in Form eines Wohngeldzuschusses.

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Was genau ist Wohngeld?

Das sogenannte Wohngeld ist eine Sozialleistung für Personen, die aufgrund ihres geringen Einkommens einen Beitrag zur Deckung ihrer Miete – der sogenannte Mietzuschuss – oder zur Deckung der Kosten selbstgenutzten Wohneigentums – der sogenannte Lastenzuschuss – vom Bund erhalten. Dieser Zuschuss muss beantragt und muss in der Regel nicht zurückgezahlt werden. Bewilligt wird das Wohngeld jeweils für 12 Monate, danach muss rechtzeitig ein neuer Antrag gestellt werden.

(Quelle Berlin: https://www.berliner-mieterverein.de/recht/infoblaetter/info-60-wohngeld-was-ist-das-wer-bekommt-es-mit-berechnungsbeispiel.htm)

Der Wohnberechtigungsschein

Der Wohnberechtigungsschein ist der Nachweis für eine Person, dass er Anrecht auf eine Sozialwohnung – also eine Wohnung, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird – hat. Wohnberechtigungsscheine werden für Personen mit geringem Einkommen ausgestellt. Eine Einzelperson darf nicht mehr als 16.800 Euro, Paare zusammen nicht mehr als 25.200 Euro Jahreseinkommen verdienen.

Die Nachfrage nach einem Wohnberechtigungsschein ist in den letzten Jahren stark gestiegen, während es in vielen Regionen immer weniger Sozialwohnungen gibt. Trotzdem lohnt es sich, einen Wohnberechtigungsschein zu beantragen, denn die Sozialwohnungen sind eine gute Alternative zu den stellenweise hohen Mietpreisen auf dem freien Markt. Spezielle Personengruppen werden bei der Vergabe von Sozialwohnungen vorgezogen, unter anderem Schwangere, Senioren oder Behinderte.

(Quelle Berlin, https://www.vexcash.com/blog/rlvf-bescheinigung-beantragen/)

Was ist eine RLvF-Bescheinigung?

Nicht jede mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung fällt unter den Begriff Sozialwohnung und kann über den Wohnberechtigungsschein bezogen werden. In Berlin gibt es Richtlinien über die Förderung des Miet- und Genossenschaftswohnungsbaus in Berlin durch vertragliche Vereinbarung. Wohnungen, die unter diese Richtlinien fallen, werden mit Mitteln gefördert, die nicht aus dem Topf der Leistungen für normale Sozialwohnungen stammen. Diese Wohnungen können nur mit einem RLvF-Schein beantragt werden. Um einen Wohnberechtigungsschein zu erhalten, darf man eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten. Die RLvF- Bescheinigung fängt all diejenigen auf, die mit ihrem Einkommen leicht über dieser Einkommensgrenze liegen und so auch die Möglichkeit erhalten, an günstige Wohnungen zu gelangen.

(Quelle Berlin: https://bundesland24.de/wohngeld-in-berlin-anspruch-antrag-beratung-alle-infos/)

Gibt es Wohngeld überhaupt noch?

Wohngeld kann man nach wie vor in jeder Stadt beantragen, es ist in den vergangenen Jahren sogar leicht gestiegen. Für Personen mit einem geringen Einkommen lohnt es sich auf jeden Fall, einen Antrag auf Wohngeld bei der zuständigen Behörde zu stellen.

Wer kann Wohngeld beantragen bzw. hat Anspruch darauf?

Wohngeld berechtigt ist in der Regel jeder Bürger, der eine Wohnung gemietet hat und auch selber nutzt oder selbst genutztes Eigentum besitzt. Allerdings spielen vier wichtige Faktoren eine Rolle, ob man nach Antragstellung tatsächlich Wohngeld erhält:

  • Die Höhe des Einkommens. Wer mit seinem Einkommen über der festgelegten Einkommensgrenze liegt, ist nicht zuschussberechtigt.
  • Die Höhe der Miete.
  • Weitere Familienangehörige, die mit in dem Haushalt leben und deren Einkommen.
  • Die Mietstufe des zuständigen Bundeslandes

Nicht zuschussberechtigt ist man, wenn:

  • Arbeitslosengeld 2 oder Sozialgeld erhält
  • Grundsicherung im Alter oder bei einer Erwerbsminderung erhält
  • Sozialhilfeempfänger
  • Asylbewerberleistungen, Übergangsgeld, Verletztengeld oder Leistungen für besondere Fälle erhält.

Verfügt der Antragsteller über Vermögen, kann der Antrag auch abgelehnt werden. Wenn der Zuschuss weniger als 10 Euro pro Monat betragen würde, wird auch dieser Antrag abgelehnt.

Wie kann man Wohngeld beantragen?

Für die eingehende Beratung, die Annahme des Antrages und die Berechnung des jeweiligen Wohngeldes ist die Wohngeldstelle der Städte zuständig. Um den Antrag schnell zu bearbeiten, benötigt das Amt folgende Unterlagen:

  • den sorgfältig ausgefüllten und unterschriebenen Antrag auf Wohngeld
  • einen gültigen Personalausweis
  • den Mietvertrag der Wohnung und einen Nachweis der Mietzahlung in Form von Kontoauszügen der letzte drei Monate
  • Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers
  • Meldebescheinigung

In manchen Fällen kann das Amt noch weitere Unterlagen fordern, wie zum Beispiel Nachweise über Unterhaltsverpflichtungen.

In der Regel wird das Wohngeld für 12 Monate gezahlt, danach muss einer neuer Antrag bei der Wohngeldstelle eingereicht werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass der neue Antrag mindestens 2 Monate vor Ablauf des alten Antrages eingereicht wird, um Zahlungslücken zu vermeiden.

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